Arterielle und venöse Gefäßverletzungen

Kursbeschreibung:

Gefäßverletzungen können durch direkte und indirekte Gewalteinwirkung verursacht werden. Am häufigsten sind scharfe, penetrierende Verletzungen. Die untere Extremität ist häufiger betroffen als die obere. Das Leitsymptom der scharfen Gefäßverletzung ist die Blutung, während es bei stumpfen Verletzungen meist die periphere Ischämie ist. Bei den klinischen Symptomen gibt es starke und schwache Hinweise für eine Gefäßverletzung. Das Therapieziel ist die Abwendung des Verblutungstodes durch provisorische Blutstillung und Schockbehandlung sowie die anschließende Rekonstruktion des zerstörten Gefäßes zum Extremitätenerhalt. Die Ligatur eines Gefäßes ist nur in Ausnahmefällen zulässig, da bei vaskulär gesunden Patienten eine abrupte Unterbrechung der Blutversorgung mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Extremitäten- bzw. Organischämie führt. Der Extremitätenerhalt hängt nicht allein von der Ischämiedauer ab, sondern auch vom Ausmaß der Begleitverletzungen (Weichteile, Knochen, Nerven) sowie von der Effizienz der Kollateralversorgung.

Ein wichtiger Bestandteil der Therapie einer Arterienverletzung ist die rechtzeitige Fasziotomie. Bei der akuten Aortenruptur und bei posttraumatischen Aneurysmen der thorakalen Aorta ist heute die endovaskuläre Versorgung die Therapie der Wahl. Verschlüsse der proximalen Armarterien inkl. der A. subclavia können aufgrund der bereits natürlich angelegten Kollateralisation klinisch eine geringe Symptomatik verursachen und dadurch besonders bei Kindern leicht übersehen werden. Bei kindlichen Gefäßverletzungen ist das weitere Längenwachstum zu berücksichtigen. Die Gefäßrekonstruktion muss dann so angelegt werden, dass ein Mitwachsen ermöglicht wird. Die Gefäßnaht erfolgt daher nicht fortlaufend, sondern in Einzelknopftechnik. Der Faden besteht aus langfristig resorbierbarem Material, und als Transplantat ist immer die autologe Vene zu verwenden. Die Rekonstruktion komplexer venöser Gefäßverletzungen ist zeitaufwendig und geht mit schlechten Offenheitsraten einher. Daher sollte eine Venenrekonstruktion nur dann angestrebt werden, wenn sie durch eine einfache Rekonstruktionstechnik möglich ist, ansonsten ist eine Ligatur gerechtfertigt.

Thieme up2date Allgemein- und Viszeralchirurgie Georg Thieme Verlag KG
Inhalt dieses Kurses:
  • Einführung
  • Epidemiologie und Ätiologie
  • Direkte, scharfe Gefäßverletzungen
  • Direkte, stumpfe Gefäßverletzungen
  • Indirekte Gefäßverletzungen
  • Arteriospasmus
  • Dezelerationstrauma
  • Überdehnungsriss
  • Diagnostisches Vorgehen
  • Anamnese und klinische Untersuchung
  • Bildgebende Diagnostik
  • Therapeutisches Vorgehen
  • Verletzung der thorakalen Aorta und der supraaortalen Äste
  • Verletzungen der abdominellen Aorta, der Viszeralgefäße und der Beckengefäße
  • Verletzungen der Gefäße der oberen Extremität
  • Verletzungen der Gefäße der unteren Extremität
  • Prognose des Extremitätenerhalts
  • Kindliche Gefäßverletzungen
  • Therapie bei kindlichen Gefäßverletzungen
  • Venöse Gefäßverletzungen
  • Therapie von venösen Gefäßverletzungen
  • Komplikationen
  • Literatur
  • Test

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KURSDETAILS

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  • Zertifiziert bis
    30.09.11
     
  • Medien
    Text
     
  • Sprachen
    de
     
  • Veröffentlicht
    30.09.10
     
  • Bewertung
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  • Autoren
    S. Roth, S. Schulte, S. Horsch
     
  • Kategorien dieses Kurses
     
 

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